Multiruz - aus guten Beispielen lernen

Gemeinden können viel bewirken, wenn sie die Bewältigung der Aufgaben der Wasserwirtschaft gemeinsam angehen. Dies zeigt das Beispiel Val de Ruz. Die Talschaft zwischen Neuenburg und La-Chaux-de-Fonds hatte mit einer schlechten Wasserqualität und Niederwasserproblemen zu kämpfen. Ein regionaler Entwässerungsplan brachte verschiedene Ursachen dafür an den Tag: eine unzulängliche Infrastruktur, Übernutzung des Grundwassers, eine intensive Landwirtschaft und eine naturferne Gewässermorphologie. Zudem verteilten sich die Verantwortlichkeiten im Gewässermanagement auf 16 Gemeinden und 6 interkommunale Zweckverbände.

Vor diesem Hintergrund ergriffen die Gemeinden im Val de Ruz die Initiative. Sie bezogen alle Akteure für die Lösung der Probleme ein und übergaben die Verantwortung für den gesamten Wasserkreislauf einem einzigen Ansprechpartner. Die neu geschaffene Trägerschaft, der regionale Gemeindeverband MultiRuz, übernahm Anfang 2011 alle Aufgaben und Infrastrukturen der Wasserwirtschaft: Trinkwasser, Abwasser, landwirtschaftliche Drainagen, Gewässerunterhalt. Gemeindeverband Multiruz

Weitere Beispiele

Multiruz ist bei weitem nicht das einzige Projekt, das als Inspirationsquelle für die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Wasser dienen kann. Einige weitere Beispiele: