Zusammenarbeit der Kantone entlang von Flüssen

Grössere Flüsse wie Rhein, Rhone, Aare, Reuss, Linth, Thur oder die Birs durchfliessen von der Quelle bis zur Mündung – respektive bis sie die Schweiz verlassen – mehrere Kantone. In ihrem Umfeld sind verschiedene Formen interkantonaler Zusammenarbeit entstanden, die – wie im Fall der Juragewässerkorrektion – zum Teil bis in die Anfänge des schweizerischen Bundesstaates zurückreichen. Ein Beispiel dafür ist die interkantonale Gewässerplanung an der Birs. Das Einzugsgebiet des 75 Kilometer langen Gewässers erstreckt sich über die Kantone Bern, Jura, Solothurn und beide Basel. In 90 Städten und Dörfern leben in diesem Gebiet rund 170 000 Menschen.

Im Rahmen der Planung zeigte es sich, dass neben Trinkwasserqualität und Hochwasserschutz auch die Revitalisierung der Birs ein wichtiges Anliegen ist. Naturnahe Gewässer- und Auenlandschaften sollen Lebensraum bieten, um ursprünglich heimische Tierarten wieder anzusiedeln. Gleichzeitig sollen Siedlungsentwässerung und Abwasserbehandlung verbessert werden (Belastung durch Schwermetalle und organische Schadstoffe, Nährstoffeinträge).Seit 2010 sorgt die interkantonale «Birskommission für ein integrales Einzugsgebietsmanagement IEM» dafür, dass alle Massnahmen koordiniert umgesetzt und auf neue Fragestellungen in den Bereichen Gewässer- und Hochwasserschutz sowie Wassernutzung gemeinsame Antworten und Lösungen gefunden werden. Informationen zur Birs