Wasserkompass für Gemeinden

Bei der Bewirtschaftung der verschiedenen Wasserbereiche stehen viele Gemeinden vor neuen, komplexen Aufgaben. Zwar fordern und fördern gesetzliche Vorgaben und Verordnungen von den Gemeinden eine Abstimmung in allen Bereichen der Wasserbewirtschaftung. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Kooperationen, welche die Gemeinden aus eigenem Antrieb in die Wege leiten, unter Umständen auf höhere Akzeptanz stossen und damit tragfähiger sind als eine «verordnete» Zusammenarbeit.

Der Wasserkompass für die Gemeinden gibt Anregungen, wann sich Kooperationen lohnen und wie man dabei vorgehen kann. In sieben Schritten führt Sie der Kompass von der Idee einer Zusammenarbeit im Wasserbereich über sämtliche Abklärungen bis hin zum Entscheid, ob die Kooperation umgesetzt wird oder nicht.

Der Wasserkompass wurde im Rahmen des Internationalen Jahres der Zusammenarbeit im Bereich Wasser erarbeitet. Angeregt durch das Bundesamt für Umwelt BAFU trugen Expertinnen und Experten der Wasserwirtschaft ihre Wissen und ihre Erfahrung zusammen und bündelten sie im Wasserkompass für die Gemeinden.

Wasserversorgung

Download

«Eine sichere Versorgung auch während längerer Trockenperioden, finanzieller Nachholbedarf beim Unterhalt der Infrastruktur, Grundwasserfassungen, die wegen Revitalisierungen von Flüssen aufgehoben werden müssen – das sind nur einige der künftigen Herausforderungen.»

Abwasserentsorgung

Download

«Die Ansprüche unserer Gesellschaft an den Gewässerschutz steigen stetig – saubere Gewässer sind heute mehr denn je ein Grundbedürfnis. Gleichzeitig muss die Abwasserentsorgung weitere Aufgaben bewältigen: Erhöhte Anforderungen an die Reinigung und steigende Abwassermengen aufgrund des Bevölkerungswachstums gehören ebenso dazu wie dringend notwendige Investitionen (...).»

Hochwasserschutz

Download

«Sie sollten sich darauf einstellen, dass Hochwasserereignisse aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufiger auftreten können. Doch wenn eine Gemeinde jahrzehntelang vom Hochwasser verschont wurde, «vergisst» die Bevölkerung leicht das Gefahrenpotenzial. Gleichzeitig steigt der Wert von Gebäuden und Infrastrukturanlagen, und das (mögliche) Schadensvolumen nimmt zu.»

Revitalisierungsprojekte

Download

«Naherholungsgebiete entlang von Fliessgewässern erhöhen die Wohn- und Lebensqualität in den Gemeinden spürbar. Revitalisierte Fliessgewässer bieten neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Und sie unterstützen auf natürliche Art und Weise den Hochwasserschutz.»

Wasserkraftnutzung

Download

«Ein Wasserkraftwerk liefert hochwertige Elektrizität – ein tosender Wasserfall oder ein intakter Bergbach steigern die Standortqualität und fördern den Tourismus. Es liegt daher in ihrem Interesse, beiden Anliegen gleichermassen gerecht zu werden. Doch dies ist alles andere als einfach.»

Wasserprojekte für die Landwirtschaft

Download

«Die Landwirtschaft ist auf Gedeih und Verderb auf eine funktionierende Wasserbewirtschaftung angewiesen. (...) Die Fruchtbarkeit unserer wertvollen Böden – und damit ein ausgeglichener Bodenwasserhaushalt – muss erhalten bleiben. Nicht zuletzt auch wegen der zunehmenden Bedeutung der Nahrungsmittelproduktion.»

Kooperationen und Solidarität mit Gemeinden in Entwicklungsländern

Download

«In vielen Entwicklungsländern sind Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene prekär. Bis 2015, so die Milleniums-Entwicklungsziele der UNO, soll die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen halbiert werden. (...) Diese Probleme kennen wir bei uns nicht. Die Gemeinden in der Schweiz stellen ihrer Bevölkerung jeden Tag ausreichend Trinkwasser in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung. Eine Selbstverständlichkeit?»